parallax background

Touri-Fallen in Sri Lanka & Tipps

Sri Lanka Reiseroute Mogroach
Sri Lanka – Reiseroute 3 Wochen
22. April 2017
Sri Lanka Strände Blog Mogroach
Sri Lanka – die Traumstrände
7. Juni 2017

Touri-Fallen in Sri Lanka & Tipps



Wer kennt das nicht....


Kaum im Urlaub angekommen, lauern an jeder Ecke Touri-Fallen.

In unserem Bericht stellen wir euch typische Urlaubssituationen vor, in denen man gerne übers Ohr gehauen wird und geben Euch Tipps, wie man diese umgeht.


Situation 1: Flughafentransfer


Sri Lanka Transfer

Transportmittel Sri Lanka

Ankunft in Negombo – Die Frisur zersaust, die Augen müde, das Gesicht bleich. Auf dem Rücken einen großen Rucksack, in der Hand einen Kleinen – Oh ein Touri: Das gefundene Fressen.

Dass man an Flughäfen von sämtlichen Taxi- und Tuk Tuk - Fahrern schlichtweg beschissen wird, ist ja kein Geheimnis. Und auf einen Euro mehr, bekannt als „Touriaufschlag“ kommt es ja meist auch nicht an. Wenn es denn bei einem Euro bliebe… Negombo ist da besonders dreist.

Mit verführerischen „cheap-cheap-Lauten“ werden die übermüdeten Zombietouristen angelockt, wie die Mücke vom Licht. Man liest ja überall die Tipps, dass man den Preis vorher aushandeln und absprechen soll. Das macht ja auch durchaus Sinn und genau das haben wir auch gemacht. Aber eins nicht bedacht…

Bei uns waren also 15 Dollar abgemacht. Zwar viel, für die kurze Strecke, aber da wir keine Lust hatten weiter zu verhandeln, sind wir in das „cheap-cheap-Taxi“ eingestiegen. Am Ziel angekommen kam dann die Ernüchterung: Der Fahrer wollte dann plötzlich 15 Dollar pro Person !!! und er ließ nicht locker… wäre üblich in Sri Lanka und immer noch cheaper als bei anderen und bla bla.

Ja, ist klar. Da ist man schlagartig wieder hellwach und fängt an zu Diskutieren.

Daher unser Tipp für die erste Fahrt:

Falls ihr keinen Airport-Shuttle-Service habt, fragt den Fahrer in jedem Fall ob er für die Fahrt oder pro Person abrechnet, sonst kann es ganz schnell teuer werden.


Situation 2: Der erste Einkauf


Sri Lanka One Coke please

teure Cola Sri Lanka

Nach einer kurzen Nacht und einem Frühstück geht man oft auf die erste Sightseeing-Tour, um die Lage ein wenig zu checken. Damit man bei herrlichen 35 Grad im Schatten nicht vollkommen dehydriert, nimmt man sich zumindest eine Flasche Wasser mit. Die muss vorher aber erst mal gekauft werden. Also stiefelt man in den erstbesten kleinen Laden und greift zu: eine große Flasche Wasser und zwei kleine Flaschen Cola.

An der Kasse wird einem dann vom Verkäufer den Taschenrechner mit den eingetippten Zahlen gezeigt. 640 Rupien will er.

Moment mal, wie war der Wechselkurs noch gleich? 160 Rupien = ein Euro?

Also umgerechnet 4 Euro will er? Für eine Flasche Wasser und zwei kleine Flaschen Cola? Das ist ja fast so teuer wie in Deutschlands Städten!

Hier unser Tipp für den ersten Einkauf:

Die Preise stehen neben dem Haltbarkeitsdatum eingraviert auf der Flasche.

Eine Flasche Wasser kostet zwischen 70 und 100 Rupien. Eine kleine Flasche Cola 100 – 120 Rupien. Wären also max. 340 Rupien gewesen.

Also schaut genau hin. Wenn der Verkäufer 50 Rupien Touribonus aufschlägt, okay, das kann man bezahlen.

Aber fast das Doppelte ist einfach mega dreist, oder?!


Situation 3: Die Einladung zum Essen


Sri Lanka Perero

Perero Sri Lanka Fischer

Nach dem Einkaufsschock geht es an den Strand. Was gibt es Schöneres als erst mal ein wenig im Sand zu spazieren, die Meeresluft zu schnuppern und die Sonne zu genießen.

„Perero-Bakschisch“ gibt es Schöneres!

Natürlich nicht für uns, sondern für Perero.

Was, das kennt ihr nicht?

Man liest doch immer wie gastfreundlich die meisten sind und dass es durchaus mal vorkommen kann zum Essen in die private Hütte eingeladen zu werden. So wie auch hier.

Kaum zehn Meter am Strand entlang spaziert kam ein Fischer auf uns zu und erzählte uns ein wenig vom Tsunami und seinem Haus und „kommt, kommt… ich zeige euch.“

„Darf ich euch auf einen Tee einladen?“

Okay, so eine Einladung auf einen Tee im Teeland Sri Lanka schlägt man nicht aus. Ist ja auch nur ein Tee, der kann so teuer ja nicht sein.

Kaum angekommen, wurden für uns extra zwei Plastikstühle herausgestellt, Tee gekocht und die halbe Familie vorgestellt.

Nach einer kurzen Plauderei kam dann die Einladung zum Essen. Fisch sollte es geben. Da Silvi kein Fischfan ist, hieß es Chicken sei auch kein Problem und Bier kauft er auch.

Sri Lanka Negombo Beach

at Perero´s home

Ich muss dazu sagen, ich war noch nie zu solch einer „Einladung“ eingeladen und wusste nicht was mich erwartet.

Brauch ich dann ein Gastgeschenk?

Wie verhält man sich in so einer Situation denn richtig? Als dann klar war, dass wir zum Essen bleiben wurde auch schon das erste Mal um Geld gefragt. Das Essen muss ja schließlich erst extra für uns gekauft werden und Bier ist zudem teuer auf Sri Lanka. So waren die ersten 1000 Rupien weg.

Das Essen war aber wirklich lecker, Perero und seine Familie sehr nett und wir hatten schon eine Menge Spaß mit ihm.

Perero-Bakschisch

Aber dann folgte die: „ich-bin-nicht-verheiratet-wohne-bei-meiner-Schwester-mein-Haus-ist-beim Tsunami-zerstört-worden“-Leier.

Wir sind hilfsbereite Menschen, vielleicht sieht man uns das an – und wir hätten selbstverständlich etwas Geld fürs Essen da gelassen - aber so war klar – ohne genügend Bakschisch – kommen wir da nicht mehr raus.

Es wurden am Ende nochmal 3000 Rupien für die Schwester… quasi der Lohn fürs Kochen oder „Perero-Bakschich!“

Unser Tipp für Essenseinladungen:

Sollte euch also Perero am Strand von Negombo über den Weg laufen, könnt ihr entweder für nur 25 Euro einen halben Tag mit einer einheimischen Familie verbringen inklusive singhalesischem 3-Gänge-Menü, das Ganze dankend ablehnen oder im Endeffekt knallhart verhandeln.

Aber lasst euch sagen, billiger als die 25 Euro kommt ihr in ganz Sri Lanka nicht mehr an ein drei-Gänge-Menü inklusive Bier!

Zum Vergleich: Wir haben in der Regel zu zweit am Tag um die 50 Euro ausgegeben.


Situation 4: Die letzten Tage


Sri Lanka Negombo Beach

Negombo Beach

Zurück in Negombo: mittlerweile habt ihr halb Sri Lanka bereist, die Preise verinnerlicht, die Frisur sitzt und die Haut ist braun gebrannt...

Ihr genießt die letzten Tage am Strand als ein typischer Strandverkäufer auf euch zu kommt.

Er lacht schon von weitem und ruft uns zu:

"Oh ein Touri in Sri Lanka color, no business for me today !"


Der ultimative Tipp für deinen Besuch in Negombo


Sri Lanka Color

Sri Lanka Color

Bereist Negombo vorgebräunt!

Sri-Lanka-colored sozusagen & du gehst automatisch jedem Nepp aus dem Wege!

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

Hinterlasst doch eure Geschichte in einem Kommentar.

 
Negombo Sri Lanka

Bildergalerie Negombo - Klick zum Öffnen

mehr artikel  Sri Lanka Mogroach

16. Mai 2017
Adam´s Peak Sri Lanka Blog Mogroach

Adam´s Peak – 5200 Stufen zur Erleuchtung

5200 Stufen Sri Lanka´s heiligen Berg hoch kraxeln um Sri Pada, Buddha´s Fußabdruck und einen Sonnenaufgang zu sehen? Es lohnt sich...!
4. Mai 2017
Mogroach Sri Lanka Zugfahren Backpacker

Zug fahren in Sri Lanka – Die Wahrheit!

Du musst unbedingt Zugfahren in Sri Lanka! Es ist ein unvergessliches Highlight! Unvergesslich ist es - aber ein Highlight? Die Wahrheit erfahrt ihr hier in unserem Bericht!
7. Juni 2017
Sri Lanka Strände Blog Mogroach

Sri Lanka – die Traumstrände

An Sri Lanka´s Südwestküste gibt es eine Vielzahl von Stränden. Einige haben wir auf unserer dreiwöchigen Reise besucht. Von Traum- bis Alptraumstrand war alles dabei!
22. April 2017
Sri Lanka Reiseroute Mogroach

Sri Lanka – Reiseroute 3 Wochen

Ihr habt drei Wochen Zeit für eine Rundreise durch Sri Lanka? Sri Lanka ist eine Reise wert - in jeder Hinsicht! Hier findest du unsere Reiseroute mit allen Eckpunkten.
mehr artikel  Süd asien Mogroach

7. Februar 2018
Goa Jungle Adventure Mogroach Blog

Abseiling Canyoning – Goa Jungle Adventure

In Goa abhängen? Geht auch actiongeladener: Abseiling und Canyoning. Eine geführte Tour durch Dschungel, Wasserfälle und steile Abhänge. Nichts für schwache Nerven und ganz nach Silvi´s Geschmack!
4. Februar 2018
Mogroach Strand Goa Indien

Indien: Goa & seine Strände

In Palolem verliebt man sich gleich. Zumindest ging es mir so. Palolem Beach mit seinen Palmen, mit seinen einfachen Holzhütten direkt am Meer, das Angebot an chilligen Bars und Restaurants unendlich.
26. Januar 2018
Munnar Indien Kerala Mogroach

Kerala: Indien´s Süden – Munnar

Lust auf sattes grün und eine Menge Tee? Dazu ein paar typische Tourianlaufziele, Tuk Tuk, Horse Riding und eine geniale Aussicht? Dann kommt mit uns nach Munnar...
20. Januar 2018
Kochi Indien Mogroach

Kerala: Indien´s Süden – Alapuzzha und Kochi

Manchmal kommt es anders als man denkt und Pläne gehen schief oder eine Unterkunft entpuppt sich als Kifferhölle... Indien happens!
14. Januar 2018
Varkala Kerala Indien Mogroach Reisebericht

Kerala: Indien´s Süden – Varkala

Kerala wird oft als Alternative Goas beschrieben. Und landschaftlich stimmt dies: Kerala offenbart euch eine wirklich tolle und für Indiens Verhältnisse recht saubere Natur. Teeplantagen und super Strände!
6. August 2016
Mogroach Indien Hampi Reisebericht

Don´t worry, be Hampi !

Ein kleines Örtchen am Südufer des Tungabhadra-Flusses in Zentral-Karnataka, inmitten einer archaischen, mystischen Felslandschaft, riesige Granitbrocken, wie Steinmännchen aufeinandergestapelt bis zu hundert Meter hohen Hügeln. Als hätte Barny Geröllheimer oder der Steinbeißer hier gewütet.
11. August 2016
Badami Mogroach Indien Reisebericht

Ein Bad in Badami

Ein kleines Nest im Dekkan-Hochland in Karnataka, das wegen seine Höhlentempel bekannt ist. Abenteuerliche Straßen, die den Namen eigentlich nicht verdienen führten mich mit dem Roller zu diesem Ort.
4. November 2016
Erste Mal Indien Mogroach

Das erste mal Backpacking – Indien light

"Ohne Koffer in den Urlaub?! Nur mit Rucksack? Du bist wahnsinnig und irre! Was packst du denn da ein? Also damit käme ich nicht klar!" Entsetzen machte sich in meinem Freundeskreis breit. Meine ersten Eindrücke auf der Reise...
1. Oktober 2016
Motorbike Blog - MOGROACH

Backpacking – Roller, Scooter, Motorbikes

Sicher des Travelers gefährlichstes Fortbewegungsmittel... ...aber mit Sicherheit ( klasse Wortspiel ! ) auch das Geilste - mit den Dingern kommt man fast überall hin. Lest hier mehr über die heißen Öfen!
5. September 2016
Mogroach Airport Langeweile Mogroach

Backpacking – Killing time at boring Airport

Oder wie man vor lauter Langeweile verzweifelt! Stopp-Over in Peking zu haben ist das Allerschlimmste. Wir hatten auf dem Weg nach Siem Reap in Kambodscha 7 Stunden Aufenthalt bis zum Anschlussflug und mussten wegen Smog im Flughafen bleiben...! Boooring!

6 Kommentare

  1. Willy sagt:

    Super Hilfreiche Tipps,
    vielen Dank.
    Aber darf ich Fragen, was ihr für eine Kameraausrüstung nutzt? Ich finde eurer Fotografien sehr gut.

    LG der Willy

    • Chris Chris sagt:

      Doppeltes Dankeschön, Willy!
      Also ich benutze eine DSLR Nikon D5100, meistens mit einem Sigma 10-20 Objektiv.
      Alles kein professionelles Equipment, aber ich bin mit damit immer gut gefahren.
      Silvi ist der Handyknipser, Sony Xperia oder Samsung S8 seid neustem.
      Gemischt mit bissi Retusche am PC kommen dann unsere Bilder raus…! 🙂

      Gruß Chris

  2. Jeany sagt:

    Genial! Bitte gerne mehr davon 🙂

  3. Manu sagt:

    Hahaha, sehr geiler Artikel! Das Vorbräunen erledige ich sogar immer schon Zuhause. Nicht wegen des Touri-Nepp, sondern weil die Blondine sonst sofort aussieht wie ein Krebs. Die Arroganz auf den Urlaubsbildern soll ja gewahrt bleiben. ?? Guter Hinweis mit den Familien-Essen. Da wäre ich echt voll drauf rein gefallen! ?

    • Chris Chris sagt:

      …und zusätzlich zur Bräune noch die ganzen Buddha-Bändchen und den Weißblechschmuck vom Strassenverkäufer
      anziehen, um den Ich-bin-schon-länger-da-Look zu perfektionieren 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

TRANSLATE
error: Inhalt ist geschützt!