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Reisen mit dem Wohnmobil – das hassen wir daran!

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Reisen mit dem Wohnmobil - das hassen wir daran!




1. Sonntagsfahrer, Elefantenrennen und Stau



Kaum fährt man mit seinem Wohnmobil auf Tour verschwört sich der komplette Verkehr gegen dich.

Sämtliche Fahranfänger, Opas mit Hut und 25 Kmh-Auto´s fahren die selbe Strecke wie du.

Jeder LKW wartet mit dem Überholen des noch langsameren Vordermannes auf der zweispurigen Autobahn solange, bis du am Berg genügend Schwung hast und kurz hinter ihm bist.

Außer dir hat einfach Jeder das Fahren verlernt! Nächstes Projekt ist doch die Kaliber 50 auf der Motorhaube. Selbst Staus bilden sich nur auf deiner geplanten Route... und dann auch noch auf der Ausweichstrecke. Das Navi hat sich auch gegen dich verbündet!

2. Die Karre klappert überall



Irgendwo klappert immer irgendetwas beim Fahren.

Hast du ein Problem gefixt, taucht an der nächsten Stelle ein undefinierbares, schwer zu lokalisierendes, nervtötendes Geräusch auf.

3. Grenzübergänge



Da kann ich machen was ich will, das ungute Gefühl poppt in der Nähe von Schlagbäumen immer auf.

Vielleicht rührt das noch aus deutsch-französischen Schmuggler-Zeiten vor dem Schengen Abkommen her, heute wird jedenfalls nichts illegales mehr befördert.

Zumindest mal nicht wissentlich: kann sich ja unterm Wohnmobil ein syrischer Europa-Tourist oder ein albanisches Pulver-Paket festgeklemmt haben.

Im Grenzhäuschen sitzt meistens ein gelangweilter Gollum in Uniform, der nicht vorwärts macht oder ein übermotivierter Rambo-Verschnitt. Beide schauen dich und dein Knastbild im Reisepass so durchdringend an, dass du hoffst keine Ähnlichkeit mit irgend Jemandem auf der Fahndungsliste zu haben.

4. Nicht genügend Bodenfreiheit



Unser Wohnmobil ist nun mal kein Offroader.

Viel Platz zwischen Boden und tiefstem Punkt der Karre, der ausfahrbaren Trittstufe, ist da nicht.

Und dann kommt´s schon mal vor, dass du auf einer Buckelpiste nicht weiter kommst und umdrehen musst.

Ein paar Zentimeter Abhilfe schafft da hoffentlich die Zusatzluftfederung, die bald eingebaut wird.

5. All inclusive-Campingplätze



Campingplätze mit tausenden Parzellen, Dauerbespaßung und Full-Time-Service.

Wo du alles bekommst, den Platz erst überhaupt nicht verlassen und dein Geld hier in den Campingplatz-Sand setzen sollst.

Zur Identifikation als All-Inclusiv-Camper bekommst du noch Bändchen ums Handgelenk, farbig klassifiziert nach Stellplatzstandart.

Und der Protz-Camper sein Gold-Bändchen Jedem unter die Nase reibt.

6. Hanglage



Ausrichten des mobilen Zweitwohnsitzes auf dem unebenen Stellplatz ist eine Wissenschaft für sich.

Rauf auf die Auffahrkeile, runter von den Auffahrkeilen...

Und nach dem fünften Versuch bleibt das Wasser im Waschbecken immer noch stehen.

7. Die Nachbarschaft



Wohnmobile, aufgereiht wie Hühner auf der Stange. Du machst deine Tür auf und kannst direkt in Nachbar´s Vorzelt springen. Viele Wohnmobilisten stehen darauf sich in Wagenburgen zusammen zu rotten und mit dem Nachbarn auf Kuschelkurs zu gehen. Nix für uns. Wir haben lieber unsere Ruhe und stehen gerne für uns alleine. Was die Kuschel-Camper nicht nachvollziehen können... Das heißt aber nicht, dass wir nicht gerne auch mal mit auf ein Bier zwei, drei mit Anderen quatschen. Es gibt eben solche und solche...

8. Der Protz-Camper



Der Protz-Camper präsentiert seine 15 Tonnen schwere Drei-Achs-Lodge erst mal ein paar Runden über den Campingplatz, um den hochverdienten Neid der anderen Rentner zu ernten.

Der wird aber schnell wieder verspielt beim Versuch mit Hilfe seiner wild winkenden Botox-Uschi das Gefährt auf den Stellplatz zu manövrieren.

Um die Brust wieder anschwellen zu lassen wird danach schnell der Smart aus der Heckklappe gefahren, während Mutti mit dem ersten Gläschen Dom Pérignon zur Nachbarschaft rennt und erzählt, dass sie ja eigentlich ja kein so großes Wohnmobil wollten, aber es sooooo toll ist! Der Protz-Camper bleibt auch meist Wochen auf dem All inclusive-Campingplatz , weil er mit dem Teil sonst nirgends hinkommt und sich die Peinlichkeit seiner nicht vorhandenen Fahrkünste ersparen will.

9. Der Hippie-Camper



Der Hippie-Camper fährt einen Selbstausbau irgendeines museumsreifen Vehikels.

Da er voll nachhaltig ist, ist der Innenausbau vom Sperrmüll und der Hund aus einer griechischen Tötungsstation, die Klamotten aus dem Altkleidercontainer und die Beifahrerin aus ´ner sozialen Unterschicht.

Er ist Mitglied beim Flüchtlingshilfswerk, Greenpeace und Seashepherd-Supporter, bohrt Brunnen auf seiner Dauerreise finanziert durch Spendenaufrufe auf seiner Webseite und hat eine Rasierer-Phobie.

Dem Protz-Camper ist er mit Verachtung freundlich gegenüber, wobei er doch insgeheim auch neidisch auf das riesige potenzielle Blockadefahrzeug ist.

Hippie-Camper teilen auch oft die Gene des Besserwisser-Campers.

10. Der Besserwisser-Camper



Der Besserwisser-Camper ist ein wahres DIY-Mechanikergenie. Vom Hanomag bis zum Ducato hat er schon alles mit bloßen Händen repariert und gefahren.

Er kennt jeden Campingplatz östlich vom Bosporus mit Namen, Preisen und umgebenden Restaurants.

Seinen Führerschein und ersten Erfahrungen mit Camping hat er auf dem Weg nach Stalingrad gemacht und seine Hilde auf dem FKK-Strand an der mecklenburgischen Ostseeküste kennengelernt.

Bei Erzählungen seiner hundertjährigen Campergeschichte können wir nur bewundernd staunen und unsere völlige Planlosigkeit mit zustimmendem Nicken überspielen.

Trifft der Besserwisser-Camper auf den Protz-Camper ist Letzterer spätestens am nächsten Morgen verschwunden.

11. Der Sheriff-Camper



Auf jedem Campingplatz gibt es ihn: den Sheriff-Camper. Ist er irgendwo länger als eine Nacht, fällt die nähere Umgebung automatisch unter seinen Zustängigkeitsbereich und er setzt seine Regeln über Hygiene, Nachtruhe, Stellplatznutzung und anderen teutonischen Ordnungsfanatismus pedantisch durch.

Als Dauercamper auf seinem Stammcampingplatz, wo er mit seiner Helga schon seit den Sechzigern hinfährt ist der Sheriff-Camper schon längst Eigentümer-Stellvertreter.

12. Der Party-Camper



Der Party-Camper ist vor allem auf Festivals und nur in Gruppenstärke anzutreffen.

Seinen Stellplatz kann man im Meer der Wohnmobile schon von Weitem an der Geräuschkulisse aus gutturalem Gegröle, überdrehter Musik und Kotzerei orten.

Hat man das Glück in direkter Nachbarschaft der vermüllten mobilen Soundstation zu parken, macht man schnell Bekanntschaft mit einem der altersdurchschnittssenkenden Wohnmobilisten.

Ständig wir dein Vorzelt als Abkürzung zur gegenüber liegenden Urin-Hecke missbraucht, wobei lallend der aktuelle Alkoholpegel und die obligatorische Einladung zur Nachbarschafftsfeier durchgegeben wird.

Dem Party-Camper sind Nachtruhe und Rücksichtnahme Fremdwörter, die ja nur im Vokabular von Spießbürgern vorkommen.

13. Der Familien-Camper



Der Familien-Camper ist mit seinen vier antiautoritär erzogenen Bälgern unterwegs und vorzugsweise auf All inclusive-Campingplätzen anzutreffen.

Die Erziehungsüberforderung fängt morgens um fünf Uhr an und endet nachts um 12 Uhr.

Während Mama und Papa das Spieleparadies vorm Camper aufbauen, terrorisieren die Daltons die ganze Nachbarschaft. Und die finden das "ganz toll. Sind die alle so süß und lebhaft!".

14. Die Aussteiger-Camper



Man trifft sie oft auf südeuropäischen Campingplätzen an: Das Aussteiger-Pärchen.

Optischer Eindruck: er kommt als sportlicher Draufgänger Mitte 50 daher, braun gebrannt und burschikoser grauer Wuschelkopf, natürlich sportlich leger gekleidet in T-Shirt mit frechen Motiven und verwaschener Jeans. Sie ist Ende 40, in hippieeske Baumwollkleider gewandet, nicht minder sonnengegerbt und eine mädchenhafte, stets gutgelaunte Erscheinung.


Im zivilen Leben abseits der Urlaubswelt könnte er gut als erfolgreicher Dentist durchgehen und sie als seine gepflegte Ehefrau, die aber als

Yogalehrerin

und Beziehungscoach auf ganzen eigenen Beinen stehen will, theoretisch zumindest.

Ihr uriges Campingmobil, meistens ein mit viel Mühe und Geld auf "Vintage" getrimmter Landrover und Landcruiser, steht meistens ganz vorne auf dem Platz mit Blick auf das Meer. Da kann man so toll in den Sonnenuntergang schauen, irre schönes Strandgut sammeln und neulich hat sie sogar einer verirrten Meeresschildkröte zurück in die Fluten geholfen. Das war ein total intensiver Moment, auch für die Schildkröte.

Intensive Momente gibt es mit den beiden zuhauf, vorwiegend am Lagerfeuer bei einer guten Flasche Wein. Die beiden, sie sind schließlich schon lange unterwegs, freuen sich über Gesellschaft und schnell ist man in ein nettes Gespräch verwickelt. In vielen Themenbereichen sind sich unser Pärchen und deren Talkgäste am Lagerfeuer einig. Die Flüchtlingskrise und der Eselkadaver am Ortseingang sind natürlich schlimm und machen kollektiv betroffen.

Schnell ist das Thema gewechselt, damit die gute Laune wiederkommt. Das Lagerfeuer brennt ja gerade so schön und sie erzählt von der mega süßen Bäuerin, bei der sie Olivenöl gekauft hat. Die war so süß und hat ihr gleich noch drei Orangen geschenkt, total lieb solche kleinen Gesten. Da kann sie sich immer noch dran erfreuen, an solch liebevollen Begegnungen.

Er führt das Gespräch weiter und knüpft eine echt schwierige Wandertour in die Berge an. Nichts für untrainierte Zeitgenossen, bilanziert er und lässt sein strahlend weißes Gebiss in einem herzlichen Lacher hell aufblitzen.

Natürlich könnte man auch eine Seilbahn benutzen, aber das ist ja doch eher so Touri-Kram. Also bäh. Und weil man sich so sympathisch ist und weil man im Urlaub ja die Seele baumeln lassen soll, menschelt es im weiteren Gesprächsverlauf immer mehr.

Der gereichte Wein spielt natürlich auch eine Rolle. Irgendwann rücken die beide mit dem Hauptteil ihres "Curriculum vitae" raus: Lebenslauf und Lebensphilosophie. Das kann in dieser Konstellation natürlich nur schiefgehen, aber es ist kein Entkommen möglich.

Schließlich hat unser Aussteiger-Pärchen seine Zuhörer mit viel Nettigkeit und Wein schon schockgefrostet. So hören wir uns dann eine schon hundertmal so oder so ähnlich gehörte Geschichte an. Vor drei Jahren haben sie alles aufgegeben. Das Penthouse in Schwabing verkauft, den Porsche gegen den Landy eingetauscht und den ganzen anderen Ramsch verschenkt, weggeschleudert, alles unnützer Ballast auf der Reise zu sich selbst. Das alles geht natürlich nur, weil er sehr gut verdient hat, Medienbranche, ganz dicke Dinger, er kennt sie fast alle, alle, die wir so gerne im TV sehen.

Irgendwann hatte er den Hals voll von diesem Haifischbecken und da sie gerade ihren Halbtagsjob in einem Fachgeschäft für vegane Haarkosmetik verloren hatte, gab es für unsere freiheitsliebenden Lovebirds kein Halten mehr.

Schließlich findet das Leben nun wirklich nicht in Büros und Konferenzsälen statt. Und sie hält die Kälte der Menschen in Deutschland schon lange nicht mehr aus. Geld ist ja nun wohl gar nicht wichtig und es geht immer irgendwie weiter. Sie liest auch sehr viel und findet den Dalai Lama supercool. Da steht es ja dann auch: man muss seinem Herzen folgen, sagt sie und huscht dann ganz kurz auf die Toilette.

Ein Geheimnis gibt auch er während der Toilettenpause nicht preis: Seine fünfstelligen Monatsgehälter hat unser Kataloghippie natürlich sehr geschickt in vielerlei Immobilienfonds investiert und auch sonst haben beide viel finanziellen Freiraum, da ihre Oma verstarb und ihr einen Betrag in Höhe des Bruttoinlandsproduktes von Angola vererbte. Doch mit diesen Einzelheiten will man den Geist von Love, Peace und veganem Eierkuchen nicht vertreiben.

Als sie zurückkommt, sind beide natürlich auch neugierig auf die Erwerbsbiographie ihrer neuen Campingplatznachbarn. Wenn man nun erzählt, dass der Urlaub nur drei Wochen dauert, weil die Maloche demnächst wieder losgeht und die Schwiegermutter nicht ewig die Katze zuhause füttern will, folgen betretene Blicke auf den Boden. Man hat sich jetzt als willenloser Sklave des Schweinesystems geoutet. Ja, genauso gut hätte man angeben können, man sei auf der Flucht, weil einem eine Haftstrafe wegen fortgesetzten Kannibalismus an Waisenkindern drohen würde.

Für unser Pärchen ist klar: sie haben Verständnis für die ausweglose Situation, Freude an einem Bürojob und Sehnsucht nach dem bequemen Wohnzimmersesseln lassen sie nicht gelten. Für sie wäre das nichts mehr und der gemeinsame Abend neigt sich nun seinem traurigen Ende zu und gipfelt in einer schrecklichen Plattitüde, die die beiden sogar als Aufkleber in der Größe 23x24cm auf ihrem Landy kleben haben: "Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum" - da fällt einem dann wirklich gar nichts mehr ein.

Am nächsten Vormittag kommt der große Abschied. Mitleidig entlassen uns unsere Konsumflüchtlinge auf den Weg nach Hause. Es gibt dicke Umarmungen, über die digitalen Medien will man in Kontakt bleiben. Sie hat eine eigene Instagram Seite und macht ganz stimmungsvolle Bilder von jedem Ort ihrer Reise. Jetzt schreiben beide auch noch an einem Kinderbuch, wenn das nicht mal ein richtiger Erfolg wird. Man muss sie einfach gernhaben, unsere Edel-Aussteiger, schließlich tun sie nichts wirklich Böses.

Aber jetzt sind wir froh, dass es nach Hause geht. Die Katze und der Arbeitsplatz, Sie wissen schon...

( Text: Tim Röhrs )

15. Die Hipster Camper



Diese Social-Media süchtige Campergruppierung hat meist schon Ihre „ Zwanziger“ hinter sich gelassen und somit genügend Kohle, sich einen schicken Oldtimer Bus oder einen Van “selbst“ zu restaurieren oder auszubauen.

Folgt man dem Instagram Account Aufkleber auf dem Heck, findet man diesen Prozess auch in Form eines „Reels“ vom Kauf bis hin zur Anbringung der finalen Makrameevorhang-Deko.


Vielfältig zeigen sich die Hipster allerdings in verschiedensten Konstellationen: Sie treten als Paar, kleine Familie mit in Bioleinen oder Vintage gekleideten Blagen mit Hund auf oder als hippe Surfer und Climber.

Ausgestattet mit allerlei Fotoutensilien unternehmen sie keinen Schritt, der nicht mit Smartphone, GoPro oder Drohne dokumentiert wird. Glücklich da, wer auch für diesen teuren Spaß einen Werbepartner hat.

Es werden lustige kleine Videos von der morgendlichen Zahnhygiene gemacht (dabei nochmal schnell den Sponsor der Bambuszahnbürste verlinkt), vom Frühstück und den Mahlzeiten allgemein, natürlich sind alle bei der Zubereitung involviert, happy, bio und vegan.

Am Strand wird das Holzspielzeug so drapiert, dass das Logo gut zu sehen ist. Den Kindern, die meist aussehen, als kämen sie direkt vom Bullerbü-Casting, wird nochmal schnell durch die Haare gewuschelt und eine Cola beim abendlichen Restaurantbesuch versprochen, wenn sie jetzt schön mitmachen. Und schon kann es losgehen.

Climber und Surfer schmeißen sich in ihre Vollausstattung und posen, was das Zeug hält.

#vanlifelisa räkelt sich verführerisch im klimaneutralen Manufaktur Bikini in der Brandung. Anschließend wird am Mac bearbeitet, geschnitten und geschönt, denn es ist very important den Followern daily Content zu bieten.

Mit fasst voyeuristischer Neugier stalke ich anschließend das Insta Profil und stelle fest, dass bei denen ein paar Meter weiter das Meer noch blauer, der Sand noch weißer und die Sonne noch heller ist. Auch #vanlifelisa hat plötzlich keine Dellen mehr am Allerwertesten.

Vielleicht sollte ich den Platz wechseln?

Es ist lustig zu beobachten, wie lange es dauert, bis die richtige Kameraposition zur Dokumentation der obligatorischen Yogaroutine gefunden ist und wie happy plötzlich alle sind, sobald eine Linse auf sie gerichtet ist.

Das die Zeit zwischen Story, Reel und Co gar nicht so happy und perfekt ist haben wir nur allzu oft wohlwollend mit einem Bierchen in der Hand beobachtet.

Kommt man mit den Hipstern ins Gespräch, stellt man fest, dass die meisten eigentlich ganz nett sind, aber hinter der Kamera eher mal ihr Selbstbewusstsein statt ihrer Instafotos optimieren sollten.

( Text: Janine Hector )


16. Scheiss Wetter



Ich bin bekennender Schön-Wetter-Camper.

Gepflegte 25 Grad aufwärts sollten es schon sein, da stört auch ein wenig Wind nicht mehr.

Regen ist ja mal okay, aber auf Dauer macht´s die Laune mies. Und sich dann immer im sechs Quadratmeter Wohnklo zu verrammeln ist ja auch nicht Sinn und Zweck so einer Reise.

Du fährst dann der Sonne hunderte Kilometer hinterher... und kommst zu Hause an, weil nur dort schönes Wetter ist.

17. Wieder mal nix im Kühlschrank



Nach langer Fahrt am Ziel deiner Reise endlich angekommen und du stellst fest: der Kühlschrank ist leer.

Hättest mal besser an einem der dutzend Supermärkte angehalten, an denen du vorbei gefahren bist. Jetzt wieder in Ermangelung eines sekundären Fortbewegungsmittels alles wieder ins Wohnmobil einpacken kommt nicht in Frage. Also auf gut Glück los latschen und hoffen, dass Zivilisation in der Nähe ist.

Da wünscht man sich ein All inclusive-Campingplatz...

18. Kopfnüsse und Feilchen



Ein Wohnmobil verfügt bekanntermaßen über wenig Platz und wenig Kopffreiheit.

Wir sind beide nicht besonders groß, aber ständig stößt man sich irgendwo den Schädel.

Oder haut sich den Fahrradträger an der Heckklappe dagegen.

Von Sex reden wir erst gar nicht...!

19. Entsorgungseinrichtungen



Irgendwann hat die Thetfordkassette ihre Kapazität ausgereizt und schreit nach Entleerung.

Auf vielen Campingplätzen kein Problem, da gibt´s Chemie-Toiletten. Das Problem dort ist dann meistens der Vornutzer mit seiner Treffsicherheit, der sein Kunstwerk gerne der Nachwelt hinterlässt. Steht man frei wird´s dann schon schwieriger.

Wir benutzen nur biologischen Sanitärzusatz, wäre also eigentlich kein Problem das in den Gulli zu schütten, aber sag das mal dem militanten Umweltschützer, der in dem Moment gerade vorbei kommt.

Auf Festivals ist das auch immer so eine Sache. Entweder wird da an Entsorgungsstationen überhaupt nicht gedacht, wenn doch ist die eine Station für 1000 Wohnmobile zwei Kilometer entfernt vom Stellplatz.

Jedenfalls ist das der einzige Ort, wo ich froh bin wenn der Scheiss dünnflüssig rauskommt.

20. Falscher Alarm



Das Wohnmobil aufsperren und mal wieder vergessen die Alarmanlage auszuschalten.

Da gibt´s die volle Breitseite der 120 DB-Sirene für Dich und die Umgebung.

Für herzkranke Einbrecher kann es das letzte sein, was sie hören.

21. Blutsauger



Die Öffnungen des Kastenwagens sind alle mit Insektenschutzgittern hermetisch abgesichert und doch schafft es immer irgendein fliegendes Insekt die Barrieren zu überwinden.

22. Nach Hause fahren



Nach einer Tour sich wieder auf den Heimweg machen...

Uaaah, schrecklich!


Was geht Euch denn so beim Reisen

mit dem Wohnmobil auf den Keks?


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9 Comments

  1. Alivier sagt:

    Einfach herrlich.

  2. Tim sagt:

    Bei den Camper-Typen habt ihr eine Klientel völlig vergessen, wobei die auch überall anzutreffen ist:

  3. Uwe sagt:

    21.

    …wenn Dir der 3,5-Tonner-Fahrer 20 Minuten lang die Ohren volllabert, warum man kein schwereres Womo braucht und man muss ja nur ein bisschen Disziplin halten…. und dich sofort darauf nach deinem Werkzeugkasten, deiner Ausziehleiter und deiner 50-m-Verlängerung für den Stromanschluss ansaugt!

    😉

  4. juellen sagt:

    Brillant aufgelistet ! Wir müssen leider zugeben uns in einigen Punkten zumindest in Ansätzen
    wiederzuerkennen ! Seit Jahren sind wir ausgestiegen, haben aber vieles recht spiessiges beibehalten, weil wir aus unserer Haut nicht raus können. Vielleicht ist das aber auch der Grund, warum wir es so lange durchgehalten haben.

    • Chris sagt:

      Danke…!
      Silvi und ich passen zeitweise sicher auch in einige der Kategorien rein oder werden von Campergenossen so gesehen 🙂
      Aber cool, dass ihr es geschafft habt auszusteigen…. wir sind erst beim einsteigen angekommen!

  5. Manu sagt:

    “Die Karre klappert überall” – das wohl bescheidenste Gefühl, das es gibt, wenn man sich mitten im Nirgendwo befindet und genau weiß, dass man noch x Kilometer vor hat. Ich weiß genau, was ihr meint und wie es euch dann geht. Meine guatemaltekische Karre hat das Wochenende in der Werkstatt verbracht.

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